KI im Bergwald: BaySenseAI im Nationalpark Berchtesgaden
Wie verändert sich die Natur in den Alpen, und was bedeutet das Klima für ihre Vielfalt? Der BR-Beitrag „Unterwegs im Nationalpark Berchtesgaden“ begleitet Prof. Dr. Rupert Seidl von der Technischen Universität München (TUM) und Alice Peace,Forstwissenschaftlerin bei ihrer Arbeit im Gelände. Beide forschen im bayklif2-Projekt BaySenseAI, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wird.
Der Film zeigt schön auf, wie viel Handarbeit hinter der Forschung steckt. Die beiden wandern teils steile und dichte Wege auf die Bayerischen Berge hoch vermessen dort Bäume und kontrollieren Insektenfallen. Sie tauschen die Fangbehälter samt Lockmittel aus und nehmen die gefangenen Insekten zur Auswertung mit. Nebenbei richtet der Beitrag den Blick auf die Vielfalt des Nationalparks und darauf, wie sich die Bergnatur selbst an den Klimawandel anpasst.
Diese Daten sind ein Baustein von BaySenseAI. Das Projekt will eine skalierbare, KI-basierte Plattform aufbauen, die Biodiversität nicht nur dokumentiert, sondern auch Prognosen zu ihrer Veränderung abgeben kann. Dazu kommen Audiorekorder, Kamerafallen, DNA-Metabarcoding sowie Erdbeobachtungsdaten von Satelliten und Flugzeugen. KI-Modelle führen alles zusammen. Umgesetzt wird das auf mehr als 200 Probeflächen im Nationalpark, einige davon sieht man hier in der Kurzdoku des BR.
Geleitet wird BaySenseAI von Prof. Dr. Florian Hartig (Universität Regensburg) sowie Prof. Dr. Rupert Seidl und Prof. Dr. Cornelius Senf (beide TUM).
Den Beitrag gibt es in der ARD Mediathek